Homöopathie Nummern LM oder Q Verwendung bei Chronischen Krankheiten

In der klassischen Homöopathie werden Symptome als Wegweiser zur passenden Arznei verstanden.
Je genauer ein Patient seine Symptome beschreiben kann, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Heilpraktiker auf Anhieb die für ihn passende Arznei findet. Patienten, die noch keine Erfahrung mit der Homöopathie haben, sind meist etwas darüber verwundert, dass die vom Arzt gestellte Diagnose (z.B. Migräne) dem Homöopathen nicht genügt. Die Erklärung ist, dass Migräne meist von ganz unterschiedlichen Merkmalen geprägt ist. So gibt es Unterschiede: 

  • In der Lokalisation, d.h. wo der Schmerz auftritt (z.B. an der rechten Schläfe) 
  • In der Schmerzqualität, d.h. wie sich der Schmerz oder die Empfindung anfühlt (z.B. brennend, drückend, stechend, klopfend, zusammenziehend, nach außen drängend) 
  • Welche Empfindungen oder Begleiterscheinungen damit verbunden sind (z.B. Übelkeit, Kribbeln, Schwitzen)
  • In der Zeit des Auftretens, d.h. wann die Beschwerden auftreten bzw. wodurch sie ausgelöst werden (z B. alle vier Wochen, vormittags um 10 Uhr beginnend und bis abends dauernd, immer vor Einsetzen der Menses, bei Föhn, nach Ärger) 

Bei manchen Patientinnen strahlen die Schmerzen aus. Wichtig ist wohin (z.B. von der rechten Schläfe zum Hinterkopf). Andere berichten, dass sich bei ihnen Symptome abwechseln Durchfall mit Hautausschlägen). 

Von großer Bedeutung sind auch Angaben darüber, dass Beschwerden durch bestimmte Umstände oder Anwendungen besser oder schlimmer werden. Manche Patienten erfahren z.B. bei rheumatischen Beschwerden eine Besserung durch Bewegung, andere wiederum durch Ruhe. Einigen tut Wärme gut, andere bevorzugen kühle Anwendungen. Manchen bekommt zwar eine lokale Wärmeanwendung, ein zu warmer Raum ist ihnen aber unangenehm. 
Für die Arzneifindung von Bedeutung sein können auch Vorlieben, Abneigungen und Unverträglichkeiten in Bezug auf Speisen und Getränke. Weitere wichtige lnformationen können z.B. auch die Schlafgewohnheiten, (Tag-) Träume, Phantasien, Hoffnungen und Wünsche, die Stimmungslage, belastende Situationen und die Reaktion darauf beinhalten. 

In der Schulmedizin spielen die individuellen Unterschiede und Besonderheiten keine Rolle. in der Homöopathie dagegen führt die sorgfältige Differenzierung zur passenden Arznei und ermöglicht so eine tief greifende und ursächliche Behandlung denn die Symptome sind die Hinweise der Lebenskraft auf die Arznei, die helfen kann, das verlorengegangene Gleichgewicht wiederherzusteilen. 

Aus: Globuli ll/2004

Lesen Sie dazu auch –> ​Heilpraktiker erklärt Homöopathie; Folge 10: Wie ermittelt man das passende homöopathische Medikament?

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