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Anders als andere, konventionelle und schulmedizinische Mittel, die Sie kennen, haben homöopathische Einzelmittel einen sehr großen Anwendungsbereich.
Er umfasst nicht nur ein Symptom (z. B. Kopfschmerzen), sondern den ganzen Menschen, der an diesem Symptom oder auch an mehreren leidet. Nehmen Sie das Beispiel Erkältung: Sie leiden an hämmernden Kopfschmerzen, die Ohren tun weh, der Hals brennt, Sie wollen sich unter der Decke verstecken und heiße Getränke zu sich nehmen, obwohl Sie schwitzen. Dieser ganze Symptomenkomplex wird mit einem einzigen homöopathischen Mittel abgedeckt. Der Gesetzgeber trägt der Besonderheit der Homöopathie Rechnung, indem er für homöopathische Arzneimittel spezielle Anmeldeverfahren geschaffen hat und für die Gebrauchsanweisung folgenden Satz vorschreibt: „Registriertes homöopathisches Arzneimittel, daher ohne Angabe einertherapeutischen Indikation“.

Zitiert aus “”Faszination Homöopathie”” ; DHU

Bewertung Heilpraktiker

Das ist ganz einfach, sobald sich die Symptome bessern, sollte die Einnahme beendet werden. Es ist wichtig homöopathische Medikamente nicht weiter zunehmen, auch wenn sich der Zustand nur langsam bessert. Denn dann ist die Wirkung eingetreten und hat somit die Selbstheilungskraft angeregt. Wenn jetzt noch weiter der Reiz des homöopathischen Medikamentes auf die Selbstheilungskraft wirkt, dann wird diese irritiert und kann im schlimmsten Fall wieder aussetzen.

Die Einnahme eines homöopathischen Medikaments muss auch beendet werden, wenn nach mehreren Behandlungstagen (akute Beschwerden: nach wenigen Stunden) keine Besserung bzw eine massive Verschlechterung der Symptome eintritt.

Eine Ausnahme sind LM Potenzen oder auch Q-Potenzen, wie diese auch genannt werden. Bei LM Potenzen ist mit einer Besserung im Idealfall erst einige Zeit nach der Einnahme zu rechnen.

Erst wenn die Besserung sich nicht weiter fortsetzt, also die Heilung stagniert, darf die Einnahme wieder fortgesetzt werden.

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Während der Einnahme homöopathisch verordneter Arzneien und gerade bei konstitutionellen Therapien mit Hochpotenzen, auch in den Wochen nach der Einnahme, sollten folgende Substanzen (nach Absprache mit dem Homöotherapeuten) vermieden werden: Kampher, Kaffee, Menthol, Pfefferminz, Eukalyptus, ätherische Öle, Teebaumöl, und Japanisches HeilpflanzenÖl, betäubende Drogen und Medikamente. Grund hierfür ist, dass die aufgeführten Substanzen in Verdacht stehen homöopathische Medikamente zu löschen, so dass eine Wirkung gar nicht, nur sehr schwer festzustellen sein könnte. Zu beachten sind Salben, Zahnpasta, Saunaaufgüsse, Cremes, Sonnenmilchprodukte, Bonbons, Einreibemittel, Badezusätze etc.! Ob diese Substanzen die Wirkung der homöopathischen Arznei löschen oder nicht ist nicht immer feststellbar, um aber den Therapieerfolg sicher beurteilen zu können, wird empfohlen diese Stoffe (= Antidote) zu meiden.

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Im Gegensatz zu den C-Potenzen können und dürfen die LM-(Q)-Potenzen häufiger eingesetzt werden.

C-Potenzen werden in der Regel als einmalige Gabe verordnet, die Wirkungsweise wird daraufhin wochen, unter Umständen monatelang ohne neue Gabe beobachtet. Es kann hier nicht mehr fein justierend eingegriffen werden und es muss mit sogenannten Erstverschlimmerungen gerechnet werden.

LM-(Q)-Potenzen hingegen werden eventuell täglich, in akuten Fällen sogar stündlich verabreicht. Grund hierfür ist dass die LM-(Q)-Potenzen wesentlich milder in der Wirkungsweise sind und man, anders als bei den C-Potenzen, in der Regel keine wesentlichen, sogenannte Erstverschlimmerungen, sieht. Die häufigere Gabe unterstützt ein besseres Beobachten-Können des Heilungsverlaufs. Ebenfalls kann man so bei Veränderung des Krankheitszustandes bzw. Befinden des Patienten das Arzneimittel schneller aussetzen, wechseln oder aber die Dosierung verändern. Man erreicht eine kürzere Dauer der Behandlung.

Für die Behandlung selbst sind die LM-(Q)-Potenzen handhabbarer. Wie oben erläutert, kann schneller auf etwaige Veränderungen, Zwischenkrankheiten, Störungen von außen (s.Antidote) etc. reagiert werden.
Fazit: Die LM-(Q)-Potenzen sind bei besonders tiefer Wirkung wesentlich bekömmlicher für den Patienten!

Homöopathie Nummern LM oder Q Verwendung bei Chronischen Krankheiten

LM-(Q)-P0tenzen ist eine von HAHNEMANN als letztes Verfahren entwickelte Zubereitungsform und von ihm als vollkommenste Dynamisationen bezeichnet.

» [...] deren Präparate ich nach vielen mühsamen Versuchen und Gegen -Versuchen als die kräftigsten und zugleich mildest wirkenden, d. i. als die vollkommensten befunden habe. «

Das Verhältnis von Arznei zu Trägerstoff beträgt 1: 50.000. Die Herstellung ist kompliziert und bedarf mehrerer Schritte. Auch hier wird jede Arzneistufe durch Schüttelschläge ( jeweils 100) zur nächsten Potenzstufe gebracht. LM steht für die römischen Bezeichnungen L= 50 und M: 1.000, richtig übersetzt hieße LM aber 950. Aus Tradition und weil sich die Bezeichnung LM eingebürgert hat, blieben wir bei der Benennung LM aPotenzen (Korrekt müssten die LM -P0tenzen Q-Potenzen = Quinquagintamillesimal-Potenzen heißen nach dem lateinischen Quinquaginta mille = 50.000).

Die Herstellung homöopathischer Arzneimittel ist im H AB (Homöopathisches Arzneibuch) festgelegt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gibt rechtsverbindliche Normen zur Herstellung. damit die Qualität homöopathischer Einzelmittel gewährleistet bleibt.

aus: “Grundzüge der Homöopathie” von Dr. med. Kerstin Schwabe

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In der vorherigen Fo­lge habe ich darüber ­berichtet wie man ein homöopathisches Medi­kament für akute Fäll­e ermittelt. Aber wie­ funktioniert die Homöopathie in d­er Behandlung lang an­dauernder Beschwerden­ und chronischer Erkranku­ngen?

Das ist die “hohe Ku­nst” der Homöopathie!­ Die Behandlung lang ­andauernder
Beschwerden und chro­nischen Erkrankungen ­kann nur ganzheitlich­ erfolgen. Das
bedeutet, dass der g­anze Mensch mit dem G­esamtbild seiner Schw­ächen und
Symptome in die Beha­ndlung mit einbezogen­ wird. Die “Konstitut­ion” des
Patienten wird so be­handelt. Nur mit der ­klassischen Homöopath­ie können
Heilpraktiker ein ho­möopathisches Medikam­ent für eine sogenann­te
“konstitutionelle Be­handlung” ermitteln”

Man startet in der K­lassischen Homöopathi­e mit einer so genann­ten, “großen
Anamnese”. Das ist e­in sehr ausführliches­ Gespräch, in dem ich­ mir ein
detailliertes Bild v­on Ihnen, als Patient­en, mache. Vor Allem ­Ihre Stärken
und Schwächen, Ihre ­Leiden jetzt und in d­er Vergangenheit sind­ dafür
wichtige Anhaltspunk­te.

Um das homöopathisch­e Mittel zu finden, d­as Ihrem Gesamtzustan­d entspricht,
arbeite ich, in einer­ anschließenden “Anal­yse”, aus diesem Gesam­tbild die
wesentlichen Züge Ih­rer Person und Ihres ­Gesundheitszustandes ­heraus. Dann
wird das Ergebnis mi­t der Wirkung von ca.­ 2000 homöopathischen­ Mitteln
verglichen. Das wird­ als “Repertorisation­” bezeichnet. Das Ziel bei die­ser
ganzheitlichen Metho­de ist Ihren g­anzen Organismus mi­t in die
Heilung einzubeziehen.­

Die Aufgabe eines Ho­möopathie Therapeuten­ besteht darin, für j­eden Patienten
individuell, das dem­ jeweiligen Krankheit­szustand entsprechend­e,
homöopathische Medik­ament zu ermitteln.

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Im Idealfall kann man das “vollständige Symptom” benennen!
Jeder, der schon mal ein homöopathisches Medikament in einem der vielen Nachschlagewerke gesucht hat, weiß, dass das gar nicht so einfach ist. Und was gehört da eigentlich dazu, zu diesem “vollständige Symptom”?

Dazu sind die folgenden 5 „W-Fragen“ zu beantworten!

1) Wie sind die Beschwerden die behandelt werden sollen? (Zum Beispiel Ausschlag, rot, juckend)

2) Wo sind die Beschwerden? (Zum Beispiel am äußeren Hals)

3) Was war der akute Auslöser? (Zum Beispiel Kummer, Stress, …)

4) Wodurch verstärken sie sich und was bessert sie? (Wasser, Wärme, Kälte …)

5) Welche Begleitsymptome gibt es? (Zum Beispiel das Allgemeinbefinden? Stimmung? Schlafqualität? Schwitzen? Durst? Appetit? …)

Dass diese 5 W-Fragen beantwortet werden können ist natürlich der Idealfall und nicht immer ganz so einfach! Aber der Weg ist das Ziel und die 5-W-Regel ist zumindest eine gute Anleitung um Beschwerden zielsicher einzugrenzen.

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Wie schon vorher erwähnt, werden homöopathische Medikamente mit Wirkstoff, zum Beispiel Aconitum und der Nummer, der Potenz, bezeichnet. Was Potenzen bedeuten ist in Folge 7 erklärt worden. Aber was bedeutet das nun ganz konkret für die Anwendung?

Der Wirkstoff wird auf die Art der Symptome abgestimmt zum Beispiel Kopfschmerz, Hautausschlag, Schwäche oder Menstruationsbeschwerden. Dieses Verfahren dürfte den Meisten bekannt sein.

Die Nummer, also die Potenz, wird darauf abgestimmt wie tief die Beschwerden sitzen. Das heißt akute Symptome, welche erst kurz bestehen, werden mit anderen Potenzen behandelt als chronische Beschwerden. Und dann gibt es noch die akuten Notfälle, also plötzliche extrem heftige Beschwerden.

Ganz konkret bedeutet das: Heilpraktiker behandeln akute Symptome wie z.B. Übelkeit, Kopfschmerz oder Husten mit niedrigen Potenzen. Niedrige Potenzen wären z.B. D6 oder D12 diese wirken nur auf akute körperliche Symptome und nicht noch auf den ganzen Organismus mit seiner Psyche.

Chronische Beschwerden, wie z.B. lange andauernder Hautausschlag, Allergie, chronische Schwäche oder schwierige Empfängnis werden mit hohen Potenzen behandelt, wie z.B. C30, C200 oder LM12. Der Heilpraktiker stimmt hier, in einer so genannten großen Anamnese, das Medikament auf den ganzen Menschen ab, da diese Hochpotenzen auch auf den ganzen Organismus mit seiner Psyche wirken. Deshalb ist es auch ganz wichtig, dass hier nur Medikamente eingesetzt werden, die von einem, in Klassischer Homöopathie ausgebildeten, Heilpraktiker verschrieben wurden, denn es geht darum den Menschen als Ganzes zu verstehen, das Medikament soll ja auch auf den ganzen Menschen wirken.

Notfälle, damit sind vor Allem Unfälle gemeint, werden wie chronische Fälle behandelt. Bei Notfällen ist meistens auch noch die Psyche betroffen (Unfallschock) und die Symptome sind besonders schwer, deshalb wird hier auch der ganze Organismus mit einbezogen.

Genau genommen sind homöopathische Medikamente auch erst dann als ganzheitlich zu betrachten wenn sie wirklich auf den Menschen als Ganzes abgestimmt wurden.

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Wie kann das sein, wenn doch angeblich, die schädliche Wirkung des homöopathischen Medikamentes durch die extreme Verdünnung verhindert wird? Doch Nebenwirkungen?

Nein, eine Nebenwirkung ist etwas anderes! Eigentlich wäre die korrekte Bezeichnung „Erstreaktion“, da es sich hier um eine Reaktion handelt, die zu Beginn einer homöopathischen Behandlung auftreten kann. Bei der Homöopathie handelt es sich um eine “Reiz-Regulationstherapie”. Deshalb kann es anfangs über den Regulationsmechanismus des Organismus zu einer leichten Verstärkung der vorhandenen Beschwerden kommen, was ein Zeichen der korrekten Arzneiwahl ist.

Der Körper hat Symptome einer Krankheit, auf die er bisher nicht mit Heilung reagiert hat weil seine Selbstheilungskraft zu schwach oder sonst irgendwie blockiert ist. Zu diesen vorhanden Symptomen kommen, über das homöopathische Medikament Symptome in den Körper die, den bisherigen möglichst ähnlich sind ( siehe in Folge 3 beschriebene “Ähnlichkeitsregel”). Diese Symptome können sich nun (gefühlt) erstmal addieren, sind aber tatsächlich ein Zeichen, dass ein passendes Medikament gegeben wurde.

Meist kommt es jedoch nicht zu dieser Erstreaktion, und wenn doch, dann klingt sie schnell wieder ab und geht in einen Heilungsprozess über. Ist dies nicht der Fall oder ist die Verschlimmerung massiv, sollte das Arzneimittel abgesetzt und muss das weitere Vorgehen mit Ihrem Heilpraktiker besprochen werden.

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Homöopathische Medikamente werden mit dem Wirkstoff, zum Beispiel Aconitum und der Nummer, der Potenz, bezeichnet. Da haben wir es ja schon: die Nummer bezeichnet die Potenz und was Potenzierung bedeutet ist ja in der letzten Folge erklärt worden. Aber hier geht es jetzt um die ganz genauen Potenzen:

Es gibt D-Potenzen, C-Potenzen und LM-Potenzen. Da die LM-Potenzen ein Spezialfall sind möchte ich sie hier erstmal vernachlässigen. Fangen wir also mit den D-Potenzen an:
Das D steht für Dezimal, also 10-er Schritte. Ein Teil des Ausgangsstoffes (z. Bsp. Aconitum) wird mit 9 Teilen des Verdünnungsstoffes, zum Beispiel Alkohol, verdünnt. Anschließend wird diese Verdünnung 10 mal verschüttelt. So erhält man eine D1. Eine D2 stellt man her, indem von der D1 ein Teil mit 9 weiteren Teilen des Trägerstoffes verdünnt wird und anschließend wieder 10 mal verschüttelt wird. Für die D3 wird dann ein Teil aus der D2-Lösung mit 9 Teilen des Trägerstoffes verdünnt und 10 mal verschüttelt. Und so weiter …

Dieses System lässt sich jetzt ganz einfach auf die C-Potenzen übertragen. Das C steht für Centisemal, das steht für die 100-er Schritte. Ein Teil des Ausgangsstoffes (z. Bsp. Aconitum) wird mit 99 Teilen des Verdünnungsstoffes verdünnt. Anschließend wird diese Verdünnung jetzt 100 mal Verschüttelt. So erhält man eine C1. Dann für die C2, wird ein Teil der C1 mit 99 des Trägerstoffes verdünnt und 100 mal verschüttelt und so weiter.

Wie schon vorher beschrieben, wird die Heilwirkung des Ausgangsstoffes (zum Beispiel Arnica) durch das Verschütteln (oder auch Verreiben) in den Trägerstoff (Alkohol oder Zucker) übertragen und verstärkt. Nachdem vorher die zu schädliche Wirkung des unverdünnten Ausgangsstoffes durch das Verdünnen abgeschwächt wurde.

Jetzt hört man aber auch immer von der Erstverschlimmerung. Wie kommt das, wenn doch angeblich, die schädliche Wirkung des homöopathischen Medikamentes durch Verdünnung verhindert wird? Doch Nebenwirkungen? Nein, sicher nicht! Aber das wird dann in der nächsten Folge erklärt.

Wieso wird Homöopathie verdünnt?

Wie in Folge 5 beschrieben, ist bei der starken Verdünnungen vieler homöopathischer Medikamente tatsächlich nicht mehr viel vom Ausgangsstoff im homöopathischen Medikament zu finden. Wie kommt es dann, dass die homöopathischen Medikamente trotzdem noch so stark wirken?

Die Verdünnung wird in vielen aufeinander folgenden Schritten durchgeführt und nach jedem dieser “Verdünnungsschritte” wird das Medikament in einem Mörser verrieben oder, wenn in flüssiger Form, mit Alkohol in einer Flasche verschüttelt. Dies erfolgt nach einer bestimmten Systematik, die die Nummern der homöopathischen Medikamente erklärt, mehr dazu später!

Und was soll das? Auf diese Art und Weise wird die Heilwirkung des Ausgangsstoffes (zum Beispiel Arnica) in den Trägerstoff (Alkohol oder Zucker) übertragen und verstärkt. Dazu möchte ich einen bildlichen Vergleich heranziehen: man stelle sich einen kleinen Klumpen Gold vor auf den viele hundert mal gehämmert wird, so dass sich dessen Fläche vertausendfacht (= Blattgold). So wirkt er jetzt doch unglaublich viel intensiver als vorher. So ungefähr kann man sich die Dynamisierung vorstellen.

Das ist nach der (in Folge 3 beschriebenen) “Ähnlichkeitsregel” eine weitere Säule der Homöopathie. Die verdünnte Wirkung wird durch Verschütteln oder Verreiben in den Trägerstoff übertragen und verstärkt.

In der nächsten Folge werde ich die Systematik der Nummern der homöopathischen Medikamente erklären und damit, die vielleicht etwas komplizierte Herstellung der Dynamisierung und Verdünnungen am Beispiel vereinfachen.

Warum darf Homöopathie nur verdünnt eingenommen werden?

Homöopathie? Das ist doch das mit den externen Verdünnungen “wo eigentlich nichts mehr drin ist”. So wird Homöopathie oft verstanden. Wie, in der vorherigen Folge erklärt, bedeutet Homöopathie aber, dass das vom Heilpraktiker verschriebene homöopathische Medikament   Symptome verursacht, die den zu heilenden Symptome des Kranken ähneln. Der kranke Körper kann dann, wenn er diesen Reiz durch ein homöopathisches Medikament erhält, die Symptome erkennen und die Selbstheilungskraft kann aktiv werden. Bei meinem Beispiel mit der Zwiebel hört sich das ja noch ganz harmlos an!

Jetzt verwenden Heilpraktiker aber auch Medikamente die aus richtig giftigen Stoffen hergestellt werden, die sehr starke Reaktionen hervorgerufen würden. Nicht nur für kranke Patienten wären solche Medikamente eher schädlich. Samuel Hahnemann hat während der Entwicklung und Erforschung des Systems der Homöopathie am eigenen Leib schmerzhafter Erfahrungen mit dem Medikament “China” gemacht.

 

Heilpraktiker verwendeten zum Beispiel Extrakte des Fingerhutes “Digitalis” als homöopathisches Medikament aufbereitet, um Herzinsuffizienz zu behandeln. Wenn wir aber Fingerhut unverdünnt zu uns nehmen, würden wir eine lebensgefährliche Vergiftung mit Herzsymptomen riskieren.

Um die zu starke Wirkung der Medikamente abzuschwächen, werden also die Medikamente verdünnt. Ja, diese Verdünnungen ist ganz extrem, so dass bei vielen Medikamenten tatsächlich nicht mehr viel vom Ausgangsstoff zu finden ist. Wie kommt es aber, dass homöopathische Medikamente trotzdem noch so stark wirken? Das ist der eigentliche Knackpunkt!!! Homöopathische Medikamente werden in einem einzigartigen Verfahren hergestellt bei dem, nach einer bestimmten Systematik, die Medikamente  dynamisiert werden, so dass die Heilkraft sogar noch verstärkt wird. Diese Systematik möchte ich aber erst in der nächsten Folge erklären.

Homöopathie, Allopathie, Isopathie was ist der Unterschied?

Früher über jeder Apotheke zu lesen, heute nur noch bei ganz traditionellen Apotheken: Homöopathie, Isopathie, Allopathie, aber was bedeutet das?

Nachdem in der letzten Folge die “Ähnlichkeitsregel” erklärt wurde, werde ich hier kurz auf die Bedeutung der Bezeichnung für die drei großen Medikamentensysteme eingehen.

Der Begriff “Homöopathie” ist eigentlich schon in der letzten Folge erklärt worden mit der “Ähnlichkeitsregel”. Dass das vom Heilpraktiker verschriebene homöopathische Medikament, Symptome ähnlich verursacht, wie die zu heilenden Symptome des Kranken. Der kranke Organismus kann dann, als er diesen Reiz durch ein homöopathisches Medikament erhält, die Symptome erkennen und die Selbstheilungskraft kann aktiv werden. “Homöo…” bedeutet ähnlich” …pathie” steht für “Krankheit”. Also eine Krankheit mit ähnlichen Symptomen zu heilen.

Isopathie wird oft mit Homöopathie verwechselt. “Iso…” bedeutet “gleich”. Wenn eine Krankheit mit dem gleichen Symptomen/Reizen geheilt wird. Das ist wenn man zum Beispiel Bienenstiche mit dem Medikament Apis behandelt. Apis wird aus Bienen hergestellt. In den USA ist wohl Rhus toxicodendron das bekannteste “homöopathische” Medikament, das “isopathisch” gegen Hautreaktionen, durch Gift-Efeu (lateinisch = Rhus toxicodendron) hervorgerufen, eingesetzt wird. Also hier wird Gleiches mit Gleichem behandelt!

In der “Allopathie”, das ist die heute verbreite Schulmedizin, in der Symptome mit etwas Anderem behandelt werden (Allo… = anders). Schmerzen werden zum Beispiel mit  Aspirin behandelt. Ganz wichtig: hier geht es meistens nicht um Anregung der Selbstheilungskraft, sowie in der Homöopathie oder Isopathie!!!!!

Das war jetzt doch etwas kompliziert! In der nächsten Folge wird’s wieder einfacher! Endlich kommen wir zum Thema der “Verdünnungen” und was das mit Homöopathie zu tun hat. Ich freue mich schon darauf!

Wie wirkt Homöopathie?

Nachdem ich in der vorherigen Folge das Ziel der Homöopathie dargestellt habe, soll hier die Wirkweise der Homöopathie erklärt werden. Das möchte ich an Hand eines Beispiels tun:

Wie vorher schon erwähnt beinhaltet das homöopathische Medikament eine Substanz die, die zu behandelnden Symptome, in ganz schwacher Form dem Organismus aufzeigt, damit der Organismus auf die zu heilenden Symptome aufmerksam wird und die Selbstheilungskraft angeregt werden kann.

Ein häufig verwendetes homöopathisches Medikament ist Allium cepa (lesen Sie dazu auch meinen Beitrag über Allium cepa!). Allium cepa ist die lateinische Bezeichnung für die Küchenzwiebel. Die Küchenzwiebel kann bei uns tränende Augen und eine laufende Nase bewirken. So oder so ähnlich sehen die Symptome aus  (und Viele mehr) bei denen Allium cepa eingesetzt werden kann. Das bewirkt, dass der Organismus den Reiz erhält die Nase läuft und die Augen tränen. Vorher hat er auf diese Symptome nicht mit Heilung reagiert, vielleicht weil er geschwächt ist und die Symptome nicht erkannt hat. Jetzt, als er diesen Reiz durch ein homöopathisches Medikament erhält, kann er die Symptome erkennen und die Selbstheilungskraft kann aktiviert werden. Das, vom Heilpraktiker verschriebene homöopathische Medikament ahmt also ähnliche Symptome nach, wie die zu heilenden Symptome des Kranken. Die Heilung kann jetzt funktionieren.

Nachdem hier die “Ähnlichkeitsregel” erklärt wurde, werde ich in der nächsten Folge die Bedeutung (nicht nur) des Begriffs “Homöopathie” klären. Nein, es hat nichts mit Verdünnug zu tun! Das Thema Verdünnung kommt später!

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Was hat das eigentlich mit der Heilkraft der Homöopathie auf sich?

Es ist nicht wirklich  die Homöopathie die heilt, wie so oft angenommen, sondern der Körper soll dazu angeregt werden sich selbst zu heilen! Nun, wie funktioniert das?

Der Organismus, kann sich normal wunderbar gegen Krankheitserreger, denen wir ständig ausgesetzt sind, wehren. Wenn wir dann trotzdem krank werden, kann der Organismus uns aber auch schnell in ein paar Tagen wieder heilen. Aber wenn der Mensch, in letzter Zeit, einfach zu vielen Belastungen ausgesetzt war, wie ungesunde Lebensführung, Sorgen oder Stress, ist der Körper überfordert und “erkennt” die Schwäche, oder die Krankheit nicht, die er kurieren müsste. Wie können wir ihn jetzt dazu anregen mit Heilung zu reagieren?

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Das homöopathische Medikament beinhaltet eine Substanz die, die zu behandelnden Symptome, in ganz schwacher Form dem Organismus aufzeigt. Nun wird der Organismus plötzlich auf die zu heilenden Symptome aufmerksam und die Selbstheilungskraft wird angeregt. Die Heilung kann jetzt funktionieren. Damit kann nicht nur die Selbstheilung angeregt, sondern der Organismus kann lernen auf diese Symptome in Zukunft mit Heilung zu reagieren um weniger anfällig zu sein. Deshalb sehe ich bei Patienten, die schon lange (seit ihrer Kindheit) mit Homöopathie behandelt wurden erstaunlich gesunde Menschen.

 

Nachdem ich hier das Ziel der Homöopathie dargestellt habe, werde ich in der nächsten Folge erklären wie homöopathische Medikamente die Selbstheilungskraft anregen.

Homöopathie, der Weg zur Heilung! Wie funktioniert das überhaupt?

Der Weg der Homöopathie unterscheidet sich sehr von der Behandlung mit konventionellen Methoden.

Homöopathie ist darauf ausgerichtet den Organismus zur Heilung anzuregen. Ja, Homöopathie heilt nicht sondern das Ziel der Homöopathie ist es den Körper zur Selbstheilung anzuregen. Das klingt für Sie unglaublich?
Wie soll das denn gehen?
Und wie funktioniert das ganz genau?
Was ist in diesen Mitteln drin, die ich vom Heilpraktiker verschrieben bekomme?
Die Herstellung der homöopathischen Medikamente soll ja ganz speziell sein!?
Gibt es Nebenwirkungen?
Kann man sich auch selbst behandeln?
Was ist dabei zu beachten?
Welche Krankheiten kann man nicht selbst behandeln?
Und noch viele andere Antworten (auf Ihre Fragen )

Es gibt so viele Fragen die  mir immer wieder gestellt werden, diese möchte ich Ihnen in den (nach und nach) folgenden Beiträgen “Heilpraktiker erklärt Homöopathie” gerne beantworten. Ich freue mich sehr über die Fragen die Sie haben und mir in diesem Zusammenhang jetzt stellen können!

Homöopathie Globuli mit anderen Medikamenten kombinieren? Hier wird erklärt wie man eine homöopathische Behandlung mit anderen Arzneimitteln oder Therapieformen kombinieren kann ...

Ja, homöopathische Präparate können sehr gut mit anderen Therapieformen und Arzneimitteln kombiniert werden. Falls es in Ausnahmefällen eine Einschränkung gibt, so ist dies in der Gebrauchsanweisung vermerkt. Sie sollten Ihren behandelnden Arztjedoch immer über die Anwendung homöopathischer Mittel informieren im Sinne einer optimal wirksamen und vertraglichen Therapie und eine bestehende Medikation auf keinen Fall ohne Rücksprache reduzieren oder absetzen.

 

Zitiert aus “Faszination Homöopathie” ; DHU

Homöopathie Nummern LM oder Q Verwendung bei Chronischen Krankheiten

In der klassischen Homöopathie werden Symptome als Wegweiser zur passenden Arznei verstanden.
Je genauer ein Patient seine Symptome beschreiben kann, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Heilpraktiker auf Anhieb die für ihn passende Arznei findet. Patienten, die noch keine Erfahrung mit der Homöopathie haben, sind meist etwas darüber verwundert, dass die vom Arzt gestellte Diagnose (z.B. Migräne) dem Homöopathen nicht genügt. Die Erklärung ist, dass Migräne meist von ganz unterschiedlichen Merkmalen geprägt ist. So gibt es Unterschiede: 

  • In der Lokalisation, d.h. wo der Schmerz auftritt (z.B. an der rechten Schläfe) 
  • In der Schmerzqualität, d.h. wie sich der Schmerz oder die Empfindung anfühlt (z.B. brennend, drückend, stechend, klopfend, zusammenziehend, nach außen drängend) 
  • Welche Empfindungen oder Begleiterscheinungen damit verbunden sind (z.B. Übelkeit, Kribbeln, Schwitzen)
  • In der Zeit des Auftretens, d.h. wann die Beschwerden auftreten bzw. wodurch sie ausgelöst werden (z B. alle vier Wochen, vormittags um 10 Uhr beginnend und bis abends dauernd, immer vor Einsetzen der Menses, bei Föhn, nach Ärger) 

Bei manchen Patientinnen strahlen die Schmerzen aus. Wichtig ist wohin (z.B. von der rechten Schläfe zum Hinterkopf). Andere berichten, dass sich bei ihnen Symptome abwechseln Durchfall mit Hautausschlägen). 

Von großer Bedeutung sind auch Angaben darüber, dass Beschwerden durch bestimmte Umstände oder Anwendungen besser oder schlimmer werden. Manche Patienten erfahren z.B. bei rheumatischen Beschwerden eine Besserung durch Bewegung, andere wiederum durch Ruhe. Einigen tut Wärme gut, andere bevorzugen kühle Anwendungen. Manchen bekommt zwar eine lokale Wärmeanwendung, ein zu warmer Raum ist ihnen aber unangenehm. 
Für die Arzneifindung von Bedeutung sein können auch Vorlieben, Abneigungen und Unverträglichkeiten in Bezug auf Speisen und Getränke. Weitere wichtige lnformationen können z.B. auch die Schlafgewohnheiten, (Tag-) Träume, Phantasien, Hoffnungen und Wünsche, die Stimmungslage, belastende Situationen und die Reaktion darauf beinhalten. 

In der Schulmedizin spielen die individuellen Unterschiede und Besonderheiten keine Rolle. in der Homöopathie dagegen führt die sorgfältige Differenzierung zur passenden Arznei und ermöglicht so eine tief greifende und ursächliche Behandlung denn die Symptome sind die Hinweise der Lebenskraft auf die Arznei, die helfen kann, das verlorengegangene Gleichgewicht wiederherzusteilen. 

Aus: Globuli ll/2004

Lesen Sie dazu auch –> ​Heilpraktiker erklärt Homöopathie; Folge 10: Wie ermittelt man das passende homöopathische Medikament?

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