Der französische Forscher Claude Bernard hatte es schon vor mehr als 100 Jahren auf eine berühmte Formel gebracht: „Die Mikrobe ist nichts, das Terrain ist alles”: Entscheidend bei den täglichen unausweichlichen Begegnungen unseres Immunsystems mit möglicherweise schädigenden Keimen ist stets ein perfekt ausbalanciertes “Gleichgewicht des Schreckens”, bei dem beide (gut) leben können: Hier ein resolutes Immunsystem dort mehr oder weniger schädliche Keime mit ihrem schnellen Ausbreitungspotenzial. Die Mikrobe will ihr neues Territorium besiedeln. Eine Auseinandersetzung mit aggressiven Mikroorganismen ist für ein gut eingespieltes Immunsystem Tagesgeschäft. Das Immunsystem des Menschen besteht selbst aus Mikroben (die Guten) welche das Terrain gesund besiedeln. Der Mensch kann die (schädlichen) Mikroben nur in die Schranken weisen, nicht dauerhaft besiegen, was auch nicht Ziel des Immunsystems ist. Wenn ihm der totale Triumph gelänge, hätte er damit sein eigenes Todesurteil gleich mit unterzeichnet. Umgekehrt gelingt es den Keimen nur in Ausnahmefällen, den Menschen zu vernichten. Dies liegt auch gar nicht in ihrem lnteresse, ist der Lebensraum “Mensch ” doch in vielen Fällen so etwas wie ihr Brotgeber. Gestört wird dieses empfindliche Gleidigewicht weniger durch massive Invasionsanstrengungen der Krankheitserreger (auch solche kommen selten vor), sondem vor allem dadurch, daß das menschliche Immunsystem durch innere oder äußere Einflüsse, vor allem durch Fehler in der Lebensführung geschwächt ist. Auch der Einsatz von Antibiotika greift natürlich massiv in dieses Gleichgewicht ein, da ein Antibiotkum in der Regel auch die guten Mikroorganismen unseres Immunsystems schädigt. Bei einer Therapie mit Antibitika ist daher immer gut abzuwägen. Das Immunsystem gesund zu erhalten und gegebenenfalls wieder aufzubauen ist überlebenswichtig und gehört in die Hände eines erfahrenen Therapeuten!

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